historie-klDie Gemeinden Gnotzheim und Spielberg litten schon immer an Wassernot, hauptsächlich gutes, reines, Trinkwasser war rar. Die vorhandenen Quellen waren nicht sehr ergiebig und versiegten häufig bei Trockenheit, was auf die geologischen Schichten (Opalinuston) zurückzuführen ist.

Das für den Haushalt und zum Vieh tränken benötigte Wasser wurde entweder aus den spärlich schüttenden Quellen oder den Bächen aus der Umgebung geholt.
Die Wassernot zu überwinden, war man schon immer bedacht. Verschiedene Projekte zur Wasserversorgung scheiterten jedoch entweder an der Ergiebigkeit der Brunnen und Quellen oder an Geldmangel und Missgunst.

In den fünfziger Jahren wurde schließlich eine Interessengemeinschaft Wasserleitung gegründet, der sich 42 Mann anschlossen. Doch erst in der Gemeinderatssitzung vom 11. Februar 1954 wurde dem Auftrag für die Vorarbeiten zum Bau einer Wasserversorgung in einer zweiten Abstimmung stattgegeben.
Das Risiko der Planung sollte allerdings die Interessengemeinschaft selbst tragen.

1954 sollte eine Tiefbohrung unter der Leitung des Landesamtes das Wasser erschließen. Eine 125m tiefe Bohrung ergab eine Schüttung von 18 l/s, bei einem Ruhewasserstand von 42 m. Die angeschnittenen wasserführenden Schichten waren der Burg- und Blasensandstein. Die gefundene Wassermenge reichte für die Versorgung der Gruppe aus.

Im Folgenden wurde vorgeschlagen, einen Zweckverband mit den Nachbargemeinden zu gründen, dies geschah am 6. Juni 1955 in Pflaumfeld. Ab diesem Tag nannte sich die Gruppe Zweckverband zur Wasserversorgung der Gnotzheimer Gruppe.

In den darauffolgenden Jahrzehnten wurde Heidenheim und der Wassergast  „Wurmbacher Gruppe“ an das Wassernetz der Gnotzheimer Gruppe angeschlossen. Dies machte es erforderlich, zwei weitere Brunnen zur Sicherstellung des Wasserbedarfs zu bohren.
Aus kleinen Anfängen ist durch Zusammenhalt und Weitsicht ein großes und gutes Werk für Gnotzheim und Umgebung entstanden.